Grand Tour 2010

Grand Tour 2010

GRAND TOUR 2010  //  KULTUR AN RHEIN UND RUHR

Oct 25 / 12:55am

Kulturblogger auf Grand Tour- Ein Wochenende Kultour pur!

Guten Morgen und Glück Auf!

Wir hatten ein erlebnisreiches Wochenende, an dem der Kulturblogger Christian Spließ (u. a. www.dacapo-dp.de, www.du2010.de) auf Grand Tour ging. Was er erlebte, hat er freundlicherweise in unserem Blog veröffentlicht. Und das so schnell und in solchem Umfang, dass wir kaum mithalten konnten, ihm weitere Empfehlungen für seine Reise zu geben. Alle seine Beiträge sind unter http://bit.ly/kulturblogger zu finden und so sind seine Reise und seine Erlebnisse übersichtlich nachzulesen.

Hier noch einmal sein Vorbereitungs-Video:

Abenteuer Grand Tour 2010 - Die Orgaplanung from Christian Spliess on Vimeo.

Wir möchten uns auch hier bei Christian sehr herzlich bedanken! Uns hat es sehr großen Spass gemacht, die Grand Tour durch deine Augen zu sehen und wir werden deine Tipps, deine Kritik und dein Lob an die Macher des Angebots http://www.grand-tour-2010.de/ sofort weitergeben.

Uns würde interessieren:
Wir hat euch diese "Kultour" gefallen?

Euer
Grand Tour 2010 WebTeam

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 24 / 1:43pm

Abenteuer Grand Tour 2010 - Finale und Resümee

Zuerst einmal ein großes Dankeschön, nein, zwei große Dankeschöns - wenn es das überhaupt geben kann als Mehrzahl:

Eines geht an die Community, die mich mit so vielen Tipps versorgt hat, dass ich wohl noch einen Tag hätte dranhängen können um alle Sehenwürdigkeiten rund um Essen und Dortmund sehen zu können. Vielen lieben Dank auch für die Tipps des Dortmunder Nachtlebens am Samstag, das Domizil war genau das Richtige.

Das zweite Dankeschön geht an die Macher der Grand Tour 2010, die mir alle Freiheiten gelassen haben, sowohl was die Wahl der Form der Beiträge anbelangte als auch die Häufigkeit. Wobei ich gestehen muss, dass ich ja sonst auch über meine Erlebnisse authentisch berichtet hätte.

Meine Grand Tour endete heute dann da wo sie am Freitag als Warmup begann: Im Unperfekthaus Essen. Dort gelang es mir gerade noch einige Ruhrcrossing-Teilnehmer zu erwischen, aber die Runde löste sich dann schnell auf. Das wiederum kenne ich von Conventions aus dem Science-Fiction-Bereich: Am Sonntag sind halt alle bestrebt nach Hause zu kommen, man muss ja Montag wieder in den Alltag zurückkehren.

Auch für mich gilt diese Rückkehr in den Alltag ein wenig, zwar habe ich morgen noch frei - aber dennoch ist das Urlaubsgefühl, dass sich heute eingestellt hat leider nicht so ganz in die Woche zu retten. Wer aber aus dem Alltag hinaus in eine Grand Tour 2010 starten möchte, dem seien die folgenden Worte ans Herz gelegt.

Zuerst einmal: Alles hat wunderbar funktioniert. Die Gutscheine wurden sowohl vom Hotel als auch von den Museen - in meinem Fall halt nur eins, dazu komme ich gleich noch - angenommen. Man muss natürlich noch mit einigen Bahnfahrtkosten rechnen, was bei mir nicht der Fall war da ich ein Ticket 2000 hatte, welches mir erlaubt am Wochenende und Abends die VRR-Region zu erkunden. Hier bietet sich natürlich an ein Tagesticket zu lösen oder sich beim VRR nach günstigen Preisen am Schalter - wenns nicht anders geht auch auf der Webseite - zu erkundigen. Das hat alles tadellos funktioniert.

Tipps für Grand Tour Reisende:

  1. Planen Sie Ihre Reise sorgfältig im Voraus - lassen Sie aber dennoch Raum für Spontanentscheidungen.
    Ich selber habe das Reisepaket sehr spontan geplant und bis auf einen Besuch der Webseite selbst nicht groß geplant weil ich relativ unbelastet in den Test gehen wollte. Wer aber definitiv weiß welche Punkte er auf jeden Fall ansteuern möchte, der sollte vorher nachschauen welche Angebote das Museum oder die Kultureinrichtung zu bieten hat. Dann verschenken Sie jedenfalls nicht wie ich einen Gutschein, weil das Museum einen Tag der offenen Tür anbietet.
    Lassen Sie aber andererseits auch genügend Raum für spontane Entscheidungen - so wie ich einen Abstecher zur "Ruhrlights"-Ausstellung gemacht oder die Kulturlinie 107 genommen habe. Auf diese Weise können Sie nämlich auch Ecken zu Gesicht bekommen, die sie sonst nicht so wahrnehmen würden.

  2. Hausordnung der Museen beachten
    Mir ist der Faux-pas passiert dass ich photographiert habe wo man nicht photographieren durfte. Schauen Sie daher bitte vorher auf der Webseite der Museen nach, schauen Sie sich die gedruckte Hausordnung durch oder fragen Sie Mitarbeiter des Museums ob Sie photographieren dürfen. Auf der Zeche Zollverein ist das nämlich auch ein Problem, da diese sehr strikt auf die Wahrung ihrer Wort- und Bildmarke achtet. Solange sie allerdings privat photographieren - fragt sich was passiert wenn Sie ein privates Weblog haben, auf das jeder öffentlich Zugriff hat, das war nicht so ganz klar - ist das bei der Zeche Zollverein kein Problem. Im Ruhrmuseum darf man private Aufnahmen machen, hier hatte ich aber auch explizit nachgefragt.

  3. Highlights meiner Grand Tour
    Uneingeschränkt empfehlen kann ich das Ruhrmuseum. Nehmen Sie sich am Besten den Sonntagvormittag dafür und planen sie so zwei- bis zweieinhalb Stunden ein. Die werden Sie schon brauchen wenn Sie von der Geschichte des Ruhrgebiets der Carbon-Zeit bis hin zu neuen Perspektiven gelangen möchten. Am Besten folgen Sie dann auch der Strecke des Programmflyers. Ich habe nämlich eine Ebene komplett übersehen weil ich nur an der Dauerausstellung vorbei kam. Aber auch so hatte ich nicht das Gefühl etwas verpaßt zu haben. Sehr positiv: Große Schrift auf den Wandtafeln, ausführliche Erklärungen, Klappstuhlmitnahmemöglichkeit und zwischendurch kann man sich auch hinsetzen. Ebenfalls schön: Videostationen, die nur dann den Ton dazuschalten wenn Sie direkt davorstehen. Nicht zu vergessen: Die Rolltreppenauffahrt mit der Sicht auf die Schalke Arena. Also wenn Sie Fußball interessiert. Mich nicht.

    Highlight auch: Das NH Hotel in Dortmund in der Nähe des HBFs. Wunderschönes Zimmer mit Kitchenette, Einchecken war bis auf eine kleine Irritation problemlos, Frühstück auch topp - alles in allem eine gute Übernachtung.

    Gut, die 107 als Kulturlinie war ebenfalls ein Highlight.

  4. Lowlights meiner Grand Tour
    Das Dortmunder U - das sollte man sich wirklich dann anschauen wenn es fertig ist und nicht mehr eine Baustelle. Enttäuscht war ich, dass ich nicht bis ganz nach oben konnte um das Panorama zu genießen. Desweiteren muss an der Wegführung noch gearbeitet werden und das Verlassen des Gebäudes per Notausgang war abenteuerlich, aber irgendwie sollten Rolltreppen und Lifts ja schon irgendwie funktionieren...

  5. Weder ganz gut noch ganz schlecht
    Das Museum Ostwall hat eine interessante Sammlung von Fluxus-Kunst, auch etliche Stücke von Joseph Beuys sind vertreten und die kinetische Abteilung ist wirklich faszinierend. Aber: Wenn man spontan ohne Audioguide in die Räume geht, kann man sich durchaus verirren. Das liegt an den weißen Räumen, die nach einiger Zeit mir zumindest das Orientierungsvermögen geraubt haben - ich bin dreimal an June Paiks getrocknetem Fisch im Briefumschlag vorbeigegangen, dass das Museum eine zweite Etage hat habe ich glatt übersehen, weil die Treppe direkt am Eingang halt - nun - weiß in weiß ist. Da muss man genauer hinsehen.
    Mit dem Audioguide ging es dann einigermaßen. Immerhin erfuhr ich mehr Hintergründe über die Kunstwerke, ich hatte auch das Glück in zwei Führungen zu geraten, denen ich mich einfach mal für einige Stationen anschloss. (Dass das keine offiziellen Führungen waren war zumindest bei einer klar, bei der anderen eher nicht so. Die irritierten Blicke des Museumsguides waren daher nicht so ganz genau zu erschließen...) 
    Die Sache mit den Photos hatte ich erwähnt - hier fehlte aber auch eindeutig eine genaue Anweisung, was man im Museum selbst darf und was nicht. Zudem: Wie soll ich denn mein digitales Bildarchivkunstwerk festhalten, wenn ich es nicht fotographiere? Das war nicht so kongruent. Empfehlung: Auf jeden Fall den kostenlosen Audioguideführer in Anspruch nehmen und sich auch hier genügend Zeit für Pausen lassen, sonst wird man etwas überwähltigt, denn es sind sehr schöne Exponate dabei. Leider ist die Schrift an denen halt teilweise zu klein, selbst ich hatte als Brillenträger desöfteren Mühe die zu entziffern. Das könnte man im Museum durchaus noch verbessern. - Aber gut, wenn man das vorher weiß..

Ansonsten aber ist das Angebot der Grand Tour sehr empfehlenswert und vor allem für Reisende, die sehr individuell sich ihr Reisepaket zusammenstellen möchten. Das kann man mit den Empfehlungen und den Gutscheinen durchaus tun, ein wenig Vorausplanung hilft dann auch Stolpersteine zu umgehen. Es war ein schönes und sehr streßfreies Wochenende und wer noch ein Geschenk bis Ende des Jahres sucht: Das wäre es auf jeden Fall.
 

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 24 / 5:48am

Abenteuer Grand Tour - Ruhrblicke

Von einem Tippgeber der Community erfahre ich von der Ausstellung Ruhrblicke, die heute zum letzten Mal auf der Zeche Zollverein im SANAA-Gebäude zu sehen ist. Von der Information im Ruhrmuseum gabs dann weitere Erläuterungen dazu - unter anderem: Heute ist der Eintritt für die Ausstellung frei. Na dann, nichts wie los.

Nachdem ich dann auch den Weg endlich gefunden habe sitze ich jetzt um 14:50 im ersten Stock des Gebäudes mit den zahlreichen Fenstern, was schon von außen eine wunderbare Ansicht bietet.11 Künstler haben ihre Ruhrblicke hier im Gebäude ausgestellt und zwar im gesamten Haus. Relativ luftig gehängt übrigens und der Nachteil: Auch hier sind die Räume alle weiß in weiß. Allmählich fühle ich mich wie in einem Krankenhaus. Trotz der bunten oder schwarzweißen wunderbaren Ansichten über das Ruhrgebiet werde ich doch bald wieder aufbrechen.

Dann gehts mit der 107 Richtung Essen HBF und dann werde ich, soweit keine anderen Tipps kommern, den Tag im Unperfekthaus beenden. Aber vielleicht ergibt sich noch etwas Spontanes, wer weiß.

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 24 / 4:39am

Abenteuer Grand Tour - Mit der Kulturlinie nach Essen

13:39. Ich sitze im Besucherzentrum des Ruhrmuseums und allmählich stellt sich so ein Art Urlaubsgefühl ein. An mir vorbei schlendern Passanten, ich höre Niederländisch, Englisch und sogar einen Brocken Französisch. Nach knapp 3 Stunden Besuch des Museums bin ich weder erschlagen noch ermüdet - im Gegenteil, das Ruhrmuseum hat es geschafft mich vollkommen zu faszinieren.

Heute morgen bin ich von Dortmund aus - nach dem sehr reichhaltigem Hotelfrühstück, das ist im Preis der Grand-Tour mit drin - nicht direkt nach Essen gefahren sondern habe spontan entschlossen die S2, die in Gelsenkirchen beginnt oder endet - je nachdem aus welcher RIchtung man kommt - zu nehmen und eine kleine Tour de Ruhr zu machen. Während der Fahrt kommt man an der Trabrennbahn vorbei, sieht ein wenig die Wohngegenden des Potts und vor allem hat man viel Zeit sich mit den Mitreisenden zu beschäftigen. Die zumindest später in der Kulturlinie dann auch RUHR.2010 zum Thema hatten.

Gleich zu Beginn stolpere ich in eine Besucherzählung des Ruhrmuseums. Wartezeit an der längsten freistehenden Rolltreppe Europas. Der Mann in offizieller Funktion verkündet, dass heute ja so gar nichts los sei. Ein Eindruck, den ich momentan bestätigen kann und vielleicht direkt ein Tipp wenn man in Ruhe das Museum erkunden möchte. Sonntag-Morgens los, das Museum hat ab 10:00 Uhr offen.

Und bis auf zwei Dinge kann ich nicht mäkeln: Leider kosten die Sonderausstellungen und der Multimediaguide - diesmal also Ton und Bild - extra. Aber der Guide ist diesmal gar nicht nötig, photographieren darf man auch. Nur das Internet, das ist auf 6 Meter halt nicht dauernd da. Dafür aber hat man genug Sitzmöglichkeiten, die Schautafeln haben eine große Schrift und man kann sich an die vorgeschlagene Struktur halten: Unten mit der Geschichte anfangen, dann in den Gedächtnis-Raum - der leider momentan wohl nicht erreichbar ist - zur Gegenwart und Zukunft vordingen. Einzelne Themeninseln ermöglichen es das für sich interessante rauszusuchen.

So habe ich keinen Draht zum Fußball, fand aber den Zeitzeugen-Saal mit den Fossilien spannend. Ebensowenig mochte ich mich über Erze informieren, aber über die Migranten und Einwanderer gibt es spannendes Material. Wenn mein Internet wieder schneller ist lade ich gerne alle Photos vom Ruhrmuseum hier ins Blog hoch - das ist schon faszinierend.

Und man kann sich zwischendurch hinsetzen, Filme anschauen, Zeitungsauschnitte als Diashow betrachten - da fehlte mir jetzt so der Zusammenhang mit dem Pott, aber okay - und bei den Bilderpräsentationen unten wäre ein Extrakommentar nett gewesen. So hat man halt Diaschauen ohne Ton. Zum Entspannen.

Das Ruhrmuseum ist also eines der Museen, dass einiges von moderner Museumspädagogik versteht, Verbesserungen gibt es aber natürlich immer. Jetzt schaue ich mal welche Tipps die Community noch für mich hat, denn eigentlich ist mein Hauptprogramm - bis auf das Unperfekthaus zum Abschluss - für heute durch.

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 23 / 8:18am

Abenteuer Grand Tour - Von Kunst erschlagen

Vorab möchte ich eine Information weitergeben, die eventuell nicht so ganz klar kommuniziert worden ist - denn weder beim Eintritt ins Museum noch auf der Webseite wird darauf explizit hingewiesen: Der Direktor des Museums möchte offenbar nicht, dass photographiert wird. Ich weiß nicht ob sich das jetzt explizit aufs ganze Museum bezieht oder nur auf den Eingang - mein Twitpic ganz am Ende, nach immerhin zwei Stunden Aufenthalt mit zahlreichen Photos war ja vom Treppenhaus aus gesehen - aber Photos sind ein No-Go.

Nur - und das möchte ich gleich anmerken - steht das nirgends. Weder vorne am Eingang noch irgendwo sonst. Und dann gehe ich als normaler Besucher, der sich vorher informiert hat eigentlich davon aus, dass es kein Problem ist Photos zu machen, vor allem bin ich nicht der Einzige der mit einer Kamera durch das Museum rennt. Und das iPhone ist ja noch sehr dezent, aber teilweise waren halt Leute mit schon semi-professioneller Ausstattung unterwegs. Von daher - wenn man in Rom ist...

Aber zurück zum Erforschen des Dortmunder Us. Fragt man mich nach einem Fazit sage ich, dass es momentan nicht lohnt sich das Dortmunder U anzuschauen, es sei denn man hat definitiv eines der beiden schon installierten Museen dort als Ziel. Das Dortmunder U ist relativ gut vom HBF zu erreichen, zugegeben. Andererseits ist das schon am anderen Ende der City angesiedelt und doch etwas außerhalb. Zudem sind momentan noch Bau- und Revnovierungsmaßnahmen im Gange. Es kann also sein, dass - wie mir heute passiert - weder Rolltreppen noch Lifte funktionieren und man durch den Notausgang das Gebäude verlassen muss. Wer es momentan abenteuerlich mag...

Was vielleicht an der Noch-Baum-Phase gelegen haben mag: Man kommt momentan leider nicht komplett aufs Dach. Die Aussicht hätte ich mir ja gegönnt, echt, aber geht nicht. Desweiteren fehlen im Dortmunder U vernünftige Wegehinweise. Verwirrt bin ich erstmal komplett nach oben gefahren bis ich die Tafel gesehen habe wo ich mich befinde - und der Pfeil zum Museum machte den Anschein als befände sich das ein Stockwerk höher. Wo man halt nicht hinkommt.

Ich habe zuerst das Museum am Ostwall ohne jede Anleitung auf mich wirken lassen und war nach knapp einer Stunde angestrengt und müde. Das neue Museum hat lauter weiße, steril wirkende verwinkelte Räume. Ein Wegleitsystem wo man gerade ist - also bunte Linien oder wenigstens mal ein Hinweis in welcher Reihenfolge sich deranartig lohnt - fehlt vollständig. Leider. So irrte ich also durch die Kunstwerke im Haus, bemühte mich ab und an die viel zu kleine Schrift an den Ausstellungsexponaten zu lesen. Highlight aber: Der interaktive Part, wo man als Besucher aus Dutzenden von Photos - eigenen und Einsendungen von Besuchern, merkwürdig, hier hat man keine Probleme mit Photos? - sein eigenes Werk zusammenstellen kann. Wenn man selbst das nicht photographieren können sollte hat man als Besucher ja eigentlich so gar nichts davon...

Ich habe mir dann einen Audioguide ausgeliehehen - warum gibts den nicht gleich als Podcast bzw. AudioonDemand fürs mobile Endgeräte? MP3s nach den Punkten zu bennen ist kein Problem - der Dienst ist kostenlos. So habe ich wenigstens einiges über die Werke lernen können.

Ich hatte auch das Glück, dass mir zweimal zwei Führungsgruppen entgegengekommen sind - das eine scheinen Museumspädadgogen gewesen zu sein, das andere eine Leute aus der Schweiz oder so. So erfuhr ich etwas über das Education-Programm des Museums und auch etwas über den Aufbau der unteren Räume. Zudem: Lehmbruck lässt grüßen - eine Skulptur des Duisburger Künstlers ist im Museum zu finden. Fasziniert war ich von diesem Stier - aber leider habe ich keine Ahnung wer der Künstler war, noch warum diese kleine Plastik herkommt. (Tut mir Leid, ich bin durch Shelley Bernstein halt total verdorben, man merkts. Aber ihr Vortrag auf der Start-Conference hat doch Spuren hinterlassen...)

Nach knapp drei Stunden Informationsinput muss ich jetzt erstmal Zwischenstation im Hotel machen - oh - ich habe noch nicht erwähnt wo ich bin, richtig? Im NH Hotel Dortmund, an dem ich dauernd vorbeilaufe wenn ich Richtung DortCon unterwegs bin, der DortCon ist ein Treffen von Science-Fiction-Fans. Ein vier Sterne! Mit einem wunderbar großem Nichtraucher-Einzelzimmer und Kitchenette! Sprich: Mikrowelle ist vorhanden und ein Kühlschrank. Hui...

Jetzt erstmal Ruhephase, dann werde ich mal überlegen was ich jetzt tun soll.

Und im Endeffekt habe ich heute einen Gutschein verschenkt: An diesem Wochenende ist das Mueseum Ostwall nämlich für alle Besucher kostenlos zu besuchen. Tja, mein Fehler.

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 23 / 4:49am

Abenteuer Grand Tour - Kein Streß und Planwechsel

13.50 Uhr, Samstag Vormittag. Ich sitze in einem Vier-Sterne-Hotelzimmer in Dortmund, die Aussicht ist leider nicht so prickelnd da sie direkt auf die Gleise geht - viel lieber hätte ich auf die Stadtbibliothek Dortmund geguckt, ich hoffe, die hat noch auf denn das ist ein architektonisches Higlight. Aber das kann das Hotel ja nun auch nicht beeinflussen. ;-) (Gut, es gibt kein freies WLAN im Zimmer sondern nur in der Lobby, aber wozu habe ich meinen UMTS-Stick...)

Eigentlich hätte ich viel eher starten wollen, aber einerseits sind die Ziele, die ich ansteuern möchte, nun auch noch bis Nachmittags offen - das Dortmunder U hat vermutlich sogar noch bis spät in die Nacht auf, gestern jedenfalls hatte ich etliche Twittermeldungen von Leuten, die sich dort noch abends aufgehalten haben ;-) - und wenn ich den Tipps bei Twitter folgen soll, müsste ich einmal kurz in Bochum HBF aussteigen.

Aussteigen? Samtags? Deutsche Bahn? Da ist man froh wenn man überhaupt mal reinkommt. :-)

Deswegen tummele ich mich heute in Dortmund, wobei ich übersehen habe dass es die Lichtkunstinstallation nicht mehr gibt. Für einen Moment war ich irritiert, weil das Museum am Ostwall direkt gegenüber dem Hotel liegt, aber stimmt, das ist ja umgezogen ins Dortmunder U. Oder so. Nähere Details werde ich jetzt recherchieren.

Bisher hat alles reibungslos funktioniert, eine kurze Irritation gab es wegen des Gutscheins weil der Mann am Empfang die Grand Tour nicht so recht einordnen konnte, aber das hat sich geklärt. :-) Kann man ja auch nicht unbedingt wissen.

Insofern: Ich stürze mich jetzt mal in das Kulturleben Dortmunds. :-)

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 22 / 2:39pm

Abenteuer Grand Tour 2010 - Warmup in Essen

Zumindest an Reiselektüre für die Zugfahrt dürfe es mir heute und morgen und die nächsten Tage, Wochen und Monate nicht mangeln, denn neben mir steht jetzt eine prall gefüllte Büchertasche. Allesamt Mitnahmen vom großen deutschlandweiten und auch internationalem - man hat mir erzählt dass ein Australier und sogar eine Chinesin anwesen seien - Treffen von Menschen, die vor allem eins verbindet: Die Liebe zur Literatur. Wobei sich diese Liebe auch darin ausdrücken kann, dass man desöfteren mal gerne auch ein Buch "vergißt" um andere Menschen zu ungewöhnlichen Leseeinsichten zu animieren. Wem das jetzt zu kryptisch ist: Noch bis Sonntag treffen sich Deutschlands Bookcrosser anlässlich der Kulturhauptstadt 2010 in Essen.

Useful things you can do with Books. on Twitpic

Bookcrossing erklären - das ist im Prinzip gar nicht so einfach. Es fängt damit an, dass man seinen Bücherschrank durchstöbert und feststellt, dass man dieses oder jene Buch ja nun gar nicht mehr liest. Aber was macht man damit? Bei eBay versteigern? Bringt allenfalls einen oder zwei Euro, nicht der Mühe wert eigentlich. Wegwerfen kann man Bücher ja nun irgendwie auch nicht. Der Bücherei schenken? Aber uralte Konsaliks, Simmels und Pilchers? Bookcrossing schafft da Abhilfe: Es ist eine Art Büchertauschbörse im Netz. Unkommerziell. In den USA gegründet und in Deutschland schon etabliert. Auf der Ruhrcrossing-Webseite gibt es eine schöne Anleitung wie Bookcrossing funktioniert, daher brauche ich das an dieser Stelle nicht zu erklären.

In diesem Jahr haben sich die deutschsprachigen Bookcrosser im Unperfekthaus in Essen niedergelassen. Wer seine Grand Tour so geplant hat, dass einige Stationen in Essen zu bewältigen sind, dem ist ein Besuch in der Friedrich-Ebert-Straße unweit des Limbecker Platzes gelegen nur zu empfehlen. Für 5,50 € Eintritt bekommt man alle alkoholfreien Getränke umsonst, es gibt Kühlschränke im Haus aus denen man sich frei bedienen kann. Ebenso gibt es freies WLAN. Empfehlenswert auch die immer gute und vegetarierfreundliche Küche, die verschiedenen Essensangebote sind allerdings nicht im Eintritt inbegriffen. Man sollte sich für das Unperfekthaus Zeit nehmen - das ehemalige Kloster ist eine Welt für sich. In der Kellermetropole haben Künstler - Modellbauer, Photographen und Bands - ihre Räume, es gibt einen Konferenzraum mit Klima-Anlage ebenso wie den Dachgarten, von dem man einen einzigartigen Blick auf Essen hat. Drei Stunden sollte man mindestens einplanen um hier ein wenig zu verweilen, den Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen, sich auf dem Internetsofa einen Kaffee zu gönnen oder die Welt von Linux zu erkunden. Wenn man später am Abend anreist sollte man sich die Führungen durch das Haus nicht entgehen lassen.

Da ich irgendwie der "Vater" dieses Treffens bin weil ich vor knapp einem Jahr einen Beitrag ins deutschsprachige Forum schrieb musste ich persönlich ja beim Ruhrcrossing-Treffen dabeisein. Dabei stellte ich mal wieder fest: Es ist eine einzigartige Community. Ich kenne keinen einzigen Bookcrossing-Troll, also jemanden der gezielt versucht in Foren unsinnige Beiträge abzusondern um letztendlich das Forum zu schädigen. Insofern schon Einzgiartig. Und jetzt brüte ich noch über meinen Plänen für morgen...

Oct 22 / 7:46am

Abenteuer Grand Tour 2010 - Vorbereitungen II - Die Orgaplanung

Abenteuer Grand Tour 2010 - Die Orgaplanung from Christian Spliess on Vimeo.

Nachdem ich im letzten Teil die Box geöffnet und mir die Informationen auf dem Flyer durchgelesen habe, habe ich mich jetzt für zwei Ziele am Samtag und Sonntag dieser Woche entschieden. Welche das sind und warum ich die gewählt habe, das erzähle ich in dem Video.

Als kleinen Nachtrag: Ich denke, ich werde am Samstag früh mit gepackter Reisetasche - es ist nur für eine Nacht, so groß wird die also nicht sein - und Technikausrüstung ist auch in einer kleinen Tasche verstaubar; ich werde also am Samstag als Erstes dann das geplante Reiseziel in der Stadt der Wahl aufsuchen und es erforschen, dann etwas tiefer hinein in den Pott fahren, einchecken und die Stadt dann am Samstag-Abend auf mich wirken lassen bzw. dann am Sonntag Reiseziel Nummer Zwei aufsuchen.

Im Video verrate ich ja welche Ziele das sind, wenn es Tipps gibt was ich noch besuchen sollte am Besten in die Kommentare unterhalb des Postings schreiben. Ich bin gespannt wie mein Wochenende wird - die Expedition kann losgehen.

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour  
Oct 20 / 9:05pm

Abenteuer Grand Tour 2010: Bloggerexpedition ins Kulturreich

Es ist gar nicht so einfach sich selbst vorzustellen, aber da ich an diesem Wochenende eine L-Box der Grand Tour 2010 testen darf komme ich wohl vorab nicht darum herum meinen Namen zu nennen: Christian Spließ, geboren 1975, seit etlichen Jahren wohnhaft in Duisburg und in Kulturberichterstattungen nicht ganz unbeleckt. Ich werde an diesem Wochenende, dem 23. und 24.10.2010 das Angebot wahrnehmen eine L-Box der Grand Tour zu testen.

Als Gegenwert werde ich offen, ehrlich und fair über das berichten was ich mit der Box erleben werde. Das heißt, wenn ich Kritikpunkte sehe werde ich diese auch hier im Blog ansprechen - falls das Ganze überhaupt nicht funktionieren sollte habe ich mit den Organisatoren vereinbart, dass ich das Projekt jederzeit abbrechen kann. Es geht hier also nicht um eine generelle Lobhudelei sondern um offenes Feedback. Was ich dann auch geben werde.

Was habe ich eigentlich bisher gemacht bevor ich die Box erhielt? Natürlich habe ich ein wenig gegoogelt und mich über das Prozedere informiert. Nicht ganz klar ist mir, ob mich jetzt tatsächlich geführte Touren vor Ort erwarten oder ob es nur Anregungen, Vorschläge sind die bei der Box für das Wochenende beiliegen. Generell finde ich die Idee an sich gut: Man bezahlt die Box, bekommt dann seine Gutscheine und kann dann sehr flexibel entscheiden welche Orte man besuchen möchte. Es ist ein wenig wie bei Last-Minute-Reiseangeboten: Man packt die Koffer, fährt zum Flughafen und erst dann bucht man die Reise. Ich bin gespannt, was mich am Wochenene erwartet und fiebere jetzt erstmal dem Erhalt der Metallbox entgegen.

Filed under  //  Abenteuer Grand Tour